Teil eines Werkes 
2. Band (1863)
Entstehung
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Dieſe Aeußerung ſtimmt wenig mit Ihren bisherigen Ver⸗ ſicherungen überein.

Meine Frau iſt in dieſer Beziehung mit einem mir ſelbſt unerklärlichen Vorurtheile befangen, welches zu beſei⸗ tigen ich leider vergeblich verſucht habe.

Und worin beſteht dieſes Vorurtheil?

Worin es beſteht? Das iſt mir leider ſelbſt noch nicht klar geworden. Es ſcheint mir ſie betrachtet die Hei⸗ rath Sr. Hoheit mit der Gräfin als ein Unglück für das Land, als eine Kränkung der Frau Fürſtin⸗Mutter, as. 4

Ihre Frau Gemahlin wird alſo von politiſchen Grün den geleitet, bemerkte Leſſen, als der Geheimerath zögernd ſchwieg.

Es ſcheint mir faſt ſo, obgleich meiner Frau Derartiges ſonſt gänzlich fremd war.

Bei einer Frau iſt dies immer eine mehr oder weniger auffallende Erſcheinung, ſagte nachdenkend der Cabinets⸗ rath doch habe ich nicht die Ehre, Ihre Frau Gemahlin näher zu kennen, und darf mir daher kein urtheil erlauben. Ich glaube jedoch, daß das öftere Beiſammenſein Ihrer Frau mit der Fürſtin dieſt Anſchauung hervorgebracht haben wird. Das weibliche Gemüth iſt immer leicht be⸗ reit, Partei für Denjenigen oder Diejenige zu nehmen, welche es für den unterdrückten und gekränkten Theil an⸗ ſicht; es würde daher vorzugsweiſe darauf ankommen,