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Das iſt eine gänzlich unbegründete Annahme, erwiederte der Geheimerath nicht ohne einige Verlegenheit; aber du kannſt es dem Regenten kaum verdenken, daß er einen Mann nicht in ſein engeres Vertrauen zieht, deſſen Frau eine offen kundgegebene feindſelige Stellung gegen ihn ein⸗ nimmt.
Ich werde auch darauf zurückkommen. Deſſenunge⸗ achtet ſtehſt du in der Partei des Regenten, oder vielmehr in der Partei der Gräfin von Schöneck, denn ſie iſt es allein, die dich beſtimmt, alle dieſe Zurückſetzungen und Kränkungen zu überſehen und zu ertragen, ohne daß ſelbſt dein Stolz dagegen aufſtände. Seit ſie hier iſt, buhlſt du förmlich um ihre Gunſt, du machſt ihr Beſuche und kommſt, abgewieſen, doch immer wieder, bis ſie ſich herabläßt, ihren alternden Verehrer endlich einmal zu empfangen. Die Ehre würde es dir gebieten, der edlen, ſo tief gekränkten Fürſtin⸗Mutter wenigſtens eine paſſive und moraliſche Un⸗ terſtützung dadurch zu verleihen, daß du dich von dem Hofe des Regenten fern hielteſt, wo man dich nicht einmal haben will, aus deſſen Nähe man dich entfernt hat— aber der Magnet, welchet dich anzieht, damit du, einer armſeligen Motte ähnlich, um dies trübe brennende Licht flattern kannſt, iſt ſtärker, als das Band der Ehre— du mußt flat⸗ tern, ohne es zu bemerken, daß dir die Flügel ſchon ver⸗ ſengt ſind. Mag man über Stände und Verfaſſung denken, wie man will— ich bin auch keine große Verehrerin dieſer
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