Teil eines Werkes 
2. Band (1863)
Entstehung
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ſelbſt.

*

Geheimerath, indem er einen etwas gezwungenen Verſuch machte, unbefangen zu lachen, daß eine ſonſt ſo vorur⸗ theilsfreie Frau, welche zwanzig Jahre mit dieſem Manne gelebt hat, ſich einer ſo, ich möchte ſagen, wahnſinnigen Idee hingeben kann. Du thuſt mir ſehr weh, Marie, weil du mir ſehr Unrecht thuſt— aber es bleibt mir doch nichts übrig, als dieſes Unrecht zu ertragen; denn ich würde mich ſelbſt erniedrigen, wollte ich auch nur den Ver⸗ ſuch machen, mich zu rechtfertigen.

Das iſt ſehr natürlich, weil du es nicht kannſt! Da du mich aber faſt wie ein Kind behandelſt, ſo will ich dir den Beweis liefern, daß du darin wenigſtens irtſt.

Worin ſoll ich irren?

In dem Glauben, daß es dir gelingen könnte, mich zu täuſchen.

Die größte Täuſchung beſteht in dieſem Glauben

Meinſt du? So höre denn meine Gründe. Bei dem alten Fürſten hatteſt du eine ehrenvolle Stellung—

Habe ich dieſe nicht noch?

Nur dem Namen nach. Du biſt aus dem Rathgeber des Fürſten zu einem gewöhnlichen Arbeiter im Miniſte⸗ rium geworden, ja, ich weiß ſehr wohl, daß man dir ſelbſt da mit Mißtrauen begegnet und dich eigentlich nur duldet“ Man findet vielleicht noch keine paſſende Gelegenheit, dich ganz zu beſeitigen.