Teil eines Werkes 
2. Band (1863)
Entstehung
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mahlin deines Fürſten und Herrn in dieſer Weiſe zu reden.

Geziemt ſich nicht? lachte ſie höhniſch auf; ich glaube ſelbſt zu wiſſen, was ſich ziemt, und werde mir, wenigſtens im Geſpräche mit meinem Manne, deßhalb keinen Zwang anthun. Die ganze Zeit über, während ſie ſich in Monrepos befand, gingſt du von Unruhe gepeinigt umher, warſt zerſtreut und befangen und konnteſt mir nie⸗ mals frei und offen ins Geſicht ſehen. Dann trat plötzlich eine Veränderung in deinem Weſen ein— nachdem dieſe unglückſelige Heirath geſchloſſen und ſie hieher nach Albern⸗ hauſen gekommen war, da hatteſt du Ruhe, da warſt du glücklich! Sie war in deiner Nähe, du konnteſt ſie ja wenigſtens täglich ſehen; ſie hatte vielleicht für den alten Mann, der nur aus den Quellen der Vergangenheit Nah⸗ rung trinkt, wie er ſich jugendlich poetiſch ausdrückt, einige ihrer coquetten Blicke oder ſogar ein paar freundliche Worte übrig— o, nie und nimmer hätte ich es für möglich ge⸗ halten, daß ein ſonſt ſo gemeſſener, ernſter und vernünf⸗ tiger Mann, ein Mann in deinen Jahren, ſich von den. Netzen einer Coquette hätte fangen laſſen können, um da⸗ durch vor ſich ſelbſt und Anderen zum Geſpötte zu werden, wenn ich auch von den gegen mich ſchuldigen Rückſichten, bei dem demoraliſirenden Einfluß von oben, gar nicht einmal reden will!

Und ich habe es nie für möglich gehalten, ſagte der