der Diener dieſes legitimen Souverains, nur weil er ſich erlaubt hatte, eine liederliche, coquette Frau zu ſeiner Maitreſſe zu machen, über deren beklagenswerthes Schickſal du förmlich troſtlos warſt.
Du übertreibſt, du übertreibſt, Marie; allerdings— ich hatte ſie kennen gelernt— ich bedauerte ſie, ich—
Laß' das jetzt, unterbrach ſie ihn— ſpäter! Dann, du mochteſt vielleicht einſehen, daß du zu unvorſichtig ge⸗ handelt hätteſt— man iſt in außerordentlichen Momenten nicht immer ſeiner Gefühle Herr und wird von der Klug⸗ heit verlaſſen,— dann ſchloſſeſt du dich in dein Zimmer ein, indem du eine wichtige Arbeit vorſchützteſt. Als du nach vielen Stunden endlich wieder erſchienſt, warſt du blaß und zerſtreut und vermiedeſt es ſichtlich, mich anzu⸗ ſehen. Kein Wort über jene Perſon kam mehr über deine Lippen—
Warum bedienſt du dich immer dieſer verächtlichen Be— zeichnung? ſagte er kaum hörbar.
Weil ſie keine andere verdient, erwiederte ſie gereizt, wenn ſie ihn auch durch ihr intrigantes Weſen dahin ge⸗ bracht hat, ſie zu ſeiner links händigen Frau zu machen, das iſt alles daſſelbe; ſie bleibt in meinen Augen doch, was ſie war, und wenn er ſie zur Fürſtin von irgend Etwas machen ſollte.
Sprich nicht ſo leidenſchaftlich, Marie, unterbrach er ſie; außerdem geziemt es ſich nicht, von der Ge⸗


