Teil eines Werkes 
2. Band (1863)
Entstehung
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nicht böſe— es iſt nöthig. Als du von deiner Reiſe mit dem jetzigen Regenten zurückkehrteſt, dem du als eine Art von Erzieher zugetheilt warſt— natürlich ohne Erfolg und ohne Zweck, ſetzte ſie bitter hinzu, erzählteſt du mir von der jetzigen Gräfin von Schöneck. Es fiel mir ſchon damals die lebhafte Sprache auf, in welcher du dies thateſt, ſo wie die Theilnahme, welche du für ſie an den Tag legteſt, denn ich habe dich ſehr genau beobachtet. Du nannteſt den Prinzen, obgleich er ſchon zum Mitregenten erhoben war, einen leichtſinnigen, ſittenloſen Menſchen, und freu⸗ teſt dich, beſonders jener Frau wegen, die dich doch eigentlich gar nichts kümmerte, daß der Prinz die Uni⸗ verſität verlaſſen habe, weil es dir geſchienen, daß er ihr nachgeſtellt.

Ich bewegte mich damals noch in den Anſchauungen des prinzlichen Erziehers, erwiederte der Geheimerath nicht ohne Verlegenheit.

Wir wollen das annehmen, obgleich es ſehr unwahr⸗ ſcheinlich klingt; aber bewegteſt du dich auch noch in dieſen Anſchauungen, fuhr ſie, ihn feſt anſehend, fort, als bald darauf ſich das Gerücht verbreitete, jene Perſon ſei die Maitreſſe des Regenten geworden, befinde ſich in Monrepos und empfange täglich von ihm Beſuche? So lange ich dich kenne, habe ich dich nie ſo aufgeregt, ſo ich möchte ſagen, außer dir geſehen. Du ſtießeſt Verwünſchungen gegen den Prinzen aus, du, der ſtets ſo ruhige und beſonnene Mann,