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und ich kann ihm meine Achtung deßhalb nicht verſagen, aber der Mitregent— doch wir wollen das Geſpräch lieber fallen laſſen, es regt uns nur unnöthig auf und führt doch zu nichts.
Warum ſollen wir uns nicht einmal offen und ehrlich ausſprechen? fragte der Geheimerath, indem er ſeine Frau faſt traurig anblickte; es iſt in der letzten Zeit nicht ſo zwi⸗ ſchen uns, wie es ſein ſoll, Marie; du biſt oft gereizt gegen mich, und wie ich glaube, ohne jede Veranlaſſung.
Ohne jede Veranlaſſung? wiederholte ſie mit einem bittern Lächeln; du ſcheinſt wirklich ſchon ſo in deinem Wahne befangen zu ſein, daß du jede Rückſicht der Schick⸗ lichkeit bei Seite ſetzeſt.
Du betrübſt mich ſehr, ſagte er mit ſchmerzlicher Be⸗ tonung; aber was du auch gegen mich haben magſt— ich ſollte denken, ſchon unſerer Vergangenheit wegen läge dir die Pflicht ob, mich wenigſtens darüber aufzuklären.
Unſerer Vergangenheit wegen, ſagte ſie mit leiſe be⸗ bender Stimme und einem raſchen, faſt zornigen Aufblick ihrer dunklen, in plötzlicher Leidenſchaft ſtrahlenden Augen, willſt du mich vielleicht daran erinnern, Ernſt, daß—
O, Marie, Marie! rief der Geheimerath, indem er
ihre Hand ergriff; ſprich nicht weiter! Habe ich dir je
Veranlaſſung gegeben, mir einen ſo erniedrigenden Vorwurf zu machen? Sie verſtummte bei dieſen faſt angſtvoll geſprochenen


