Teil eines Werkes 
2. Band (1863)
Entstehung
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wurde jetzt durch vielfache Geſchäfte abgezogen, von denen und den fortgeſetzten Zänkereien er faſt ſo lange au ſchließlich ſprach, bis er wahrnahm, daß ſie ihm zwar ſcheinend voll Theilnahme zuhöre, ſich aber doch durchaus nicht dafür intereſſire. Dann wurde er ebenfalls ſchweigſamer und ſprach nur von gleichgültigeren Dingen, denn nicht zu reden war ſeiner Natur entſchieden zuwider.

So waren in allgemeinen Umriſſen die Verhältniſſe in Albernhauſen zur Zeit, in welcher wir unſere Erzählung wieder aufnehmen, wir haben dabei jedoch eine Perſon außer Acht gelaſſen, der wir jetzt nothwendig einige Aufmerkſamkeit zuwenden müſſen. Es iſt dies der Geheimerath von Stuhm. Der Einfluß, den er bei dem alten Fürſten genoſſen, hatte ganz aufgehört; der Mitregent, jetzt zur Selbſtändigkeit ge⸗ langt, ſchien abſichtlich zeigen zu wollen, daß er des Rathes eines Mannes nicht mehr bedürfe, welcher eine Zeit lang eine Art von Bevormundung über ihn ausgeübt hatte; denn Menſchen von dem Charakter des Prinzen iſt es ſtets unangenehm, Perſonen, welche ſie in einer weniger gün⸗ ſtigen Lage gekannt haben, in ihrer nächſten Nähe zu ſehen, auch wenn ſie ihnen dankbar verpflichtet find.

Der Geheimerath wurde daher lediglich auf ſeine Ge⸗ ſchäfte im Miniſterium beſchränkt und von jeder weiteren Beziehung zu dem Regenten ſelbſt fern gehalten. Die Ur⸗ ſache dieſer Maßnahme hatte ihren Grund nicht nur in dem ſo eben Angedeuteten, ſondern auch in der offenen Partei⸗