flüchtige und zerſtreute Antworten, während ſeine Augen unabläſſig ſuchend durch das Getümmel des Saales ſtreif⸗ ten. Endlich hafteten ſie an dem erſehnten Gegenſtande, und kaum war dies geſchehen, als er, alle weitere Rückſicht bei Seite ſetzend, ſeine Geſellſchaft verließ, unter dem Vor⸗ geben, daß er tanzen wolle.
Was er ſo lange geſucht und endlich gefunden, war na⸗ türlich Nettchen, und wir müſſen geſtehen, ſie ſah an jenem Abende beſonders reizend aus. Ihre dunkeln, üppigen Locken umrahmte ein Kranz von Granaten, deſſen feuer⸗ rothe Blüthen aus dem nachtſchattigen Grunde verlockend hervorleuchteten. Wie ſtrahlten ihre Augen von freudiger Erregung, als der Prinz ſie begrüßend zu ihr trat, die blendende Weiße ihres weich geformten Halſes und Nackens ließ die raſcher pulſirenden Blutwellen deutlicher durchſchim⸗ mern, ſich der Farbe des etwas tief ausgeſchnittenen Klei⸗ des von rother, durchſichtiger Gaze nähernd! Wie eng umſchloß dieſes Kleid ihre zierliche, ſchlanke Taille, als ſie ſich jetzt verneigte und dann mit einem langen Aufſchlag
ihrer glänzenden Augen den Prinzen mit einem bezaubern⸗
den Lächeln anblickte— da war es ihm wahrlich nicht zu
verdenken, daß er ſie ſchön, hinreißend, bezaubernd fand. Er engagirte ſie zum Tanz, ſie legte mit leiſem Drucke
ihre Hand in die ſeine— und dann flogen ſie dahin, in
den Wirbeln des Tanzes verſchwindend. Wir vermögen zu folgen und haben ſie
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