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leidenſchaftlicher auf; frage mich lieber, ob das Gegentheil möglich ſei! Wem einmal dieſe zauberhaften Augen zuge⸗ lächelt, wem einmal ihr Mund die berückenden Worte der Liebe zugeflüſtert, wen ihre Arme umſchlangen, der kann ſich nie, nie mehr von dieſen Feſſeln losmachen— nie mehr! Frage mich nicht mehr, ob ich ſie noch liebe— nein, nein, ich liebe ſie nicht, ich haſſe ſie! Tödten möchte ich ſie und mich, dann allein käme wieder die Ruhe und der Friede für mich und auch für ſie.
Sie wird ſich aber nicht im mindeſten danach ſehnen, von dir getödtet zu werden, lachte Horſt, abſichtlich die leidenſchaftliche Rede ſeines Gefährten ins Scherzhafte ziehend; ſei doch vernünftig, Ferdinand, nur ein wenig, ein klein wenig vernünftig; bedenke, erſtens iſt ſie die Frau des Lieutenants Steinberg, und dann hat ſie ein Verhältniß—
Schweig, oder du machſt mich raſend! unterbrach ihn Ferdinand; erinnere mich nicht an Dinge, deren Daſein mich ſchon oftmals hart an die Gränze des Verbrechens hingetrieben hat! Der Lieutenant,— nun, ich habe ihn überwunden; außerdem macht er ſich nichts aus ihr, ſie iſt ihm gleichgültig, er würde ſie auf eine Karte im Faro ſetzen, wenn man ſie hielte— aber den Anderen, der noch weit weniger Rechte an ſie hat, wie ich— was will dieſer Burſche? Glaubt er hier den Prinzen herauskehren zu dürfen? Aber er mag ſich in Acht nehmen! Hier iſt er


