Teil eines Werkes 
1. Band (1863)
Entstehung
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Die beiden treibenden Kräfte meines Lobensſchiffes, die Liebe zum Vaterlande und die Liebe zu dem Weibe, die mich oft mit orkanähnlicher Stärke und Gewalt erfaſſen und umherſchleudern, ſind deiner kalten Seele fremd und doch biſt du nicht unempfänglich und unempfindlich gegen freindes Leid und fremden Schmerz.

So laß mich denn, wie ich bin, ſagte Horſt lächelnd, oder wenigſtens ſo, wie du glaubſt, daß ich ſei, und gehab' dich für heute wohl!

Nein, ich habe noch etwas auf dem Herzen laß mich es dir ſagen, höre es an, mir zu Liebe. Wenn du auch keinen Theil daran nimmſt, wenn es dich auch nicht intereſſirt ich kann es nicht länger ſo in mir herumtra⸗ gen, ich kann es nicht und vielleicht wird mir gerade die Kälte wohlthun, mit der du es entgegennimmſt kalte umſchläge ſollen ja im Fieber-Parorysmus von wohl⸗ thuender Wirkung ſein, und ich befinde mich im Fieber ich weiß es, ich ſchmachte, wie der Kranke, nach Ge⸗ neſung aber vergebens! Ich bleibe dieſer Sirene ver⸗

fallen mit Leib und Seele.

Aber Ferdinand, Ferdinand! ſagte Horſt voll Er⸗ ſtaunen und zugleich voll Theilnahme; ich verſtehe dich nicht; wäre es möglich, daß du ſie noch immer liebteſt?

Ob es möglich wäre? lachte der Andere verzweiflungs⸗ voll auf; ſo, ſo iſt es recht kalt kalt o, wie wohl die Kälte thut! Ob es möglich wäre? fuhr er dann noch

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