Teil eines Werkes 
1. Band (1863)
Entstehung
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Student gleich mir, er ſteht unter dem Comment und muß auf die Menſur und habe ich ihn erſt dort, ſo iſt er weit genug!

Deine Leidenſchaft macht dich zum Thoren! ſagte Horſt, jetzt ſeinen Gefährten beſorgt anſehend; wie kannſt du nur im entfernteſten glauben, der Prinz, der Erbprinz, der künftige ſouveraine Fürſt werde ſein koſtbares Leben oder auch nur ſein fürſtliches Antlitz, ſetzte er mit leichtem Spotte hinzu, einer Studenten-Paukerei, den Wechſelfällen eines Duelles ausſetzen? Daß er ſich hier auf der Uni verſität befindet, iſt eine bloße, jetzt beliebte Mode, er hätte die Weisheit eben ſo gut zu Hauſe in ſich einnehmen fönnen. Aus hoher Herablaſſung, und um die Hochſchule zu ehren, hat er ſich immatriculiren laſſen, damit iſt aber Studenten⸗Eigenſchaft ein vollſtändiges Genüge ge⸗ lei Sollteſt du ſo wahnſinnig ſein, ihn zu beleidigen, ſo wird man dich zur Unterſuchung ziehen und mindeſtens relegiren. Bedenke dieſes, deiner Stipendien wegen, wenn es auch ſonſt gut wäre, daß du fort kämeſt.

So, daß ich fort käme? Nun, wir werden ja ſehen. Trotz deines freundlichen Rathes werde ich doch ſo wahn ſinnig ſein; ich bin nur noch über die Art nicht mit mir einig, denn die Beleidigung muß eine ſolche ſein, daß er, wenn er ſich nicht ſchlägt, mag er Student ſein wollen oder nicht, aufgehört hat, auf Ehre Anſpruch zu

machen.

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