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blickte ihr mit ſchmerzlicher Miene nach, denn die Reue über ſeine Schwäche beſchlich ſein Herz, ſobald ſie ſeinen Blicken entſchwunden war, und er machte ſich nun Vor⸗ würfe, daß er dennoch ſeinem Vorſatze untreu geworden.
Woran denkſt du? fragte plötzlich eine Stimme in ſeiner unmittelbaren Nähe; du ſtehſt hier ſchon längere Zeit wie eine Bildſäule. Erwarteſt du Jemanden?
Horſt ſah ſich, wie aus einem Traume erwachend, erſchrocken um und erkannte Ferdinand, mit dem er in der letzteren Zeit faſt gar nicht mehr zuſammengekommen war. Das leidenſchaftliche, eraltirte Weſen ſeines früheren Be⸗ kannten ſagte ſeinem Empfinden nicht zu; er hatte ihn deß⸗ halb ſichtlich gemieden, und gerade jetzt war es ihm beſon⸗ ders unangenehm, mit ihm zuſammenzutreffen.
Ich warte allerdings auf Jemanden, erwiederte er daher, indem Beide weiter gingen, auf einen Freund meines Va⸗ ters, der mir einen Brief mitgeben wollte; er ſcheint jedoch nicht zu kommen.
Willſt du fort, Robert? fragte der Andere; bleibſt du die Ferien über nicht hier?
Meine Ferien ſind zu Ende, ich verlaſſe Anfangs der nächſten Woche die Univerſität; du weißt ja, daß ich nicht länger bleiben kann.
Ganz fort? Ach, das thut mir leid— ich dachte nicht daran; es wird für mich immer einſamer, immer un⸗ heimlicher hier.


