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es war ja auch vollſtändig genügend, wenn ſie ihn nich t ſah.
Er ging daher um die Zeit, von welcher er nach einer ſtillſchweigenden Annahme wußte, daß ihr Weg ſie durch die Allee führen würde, auch heute zu jener Stelle hin, wo ihre kindlichen Augen ihn nun ſchon ſo oft freundlich ge⸗ grüßt und ihm zugelächelt hatten; aber er ſtellte ſich ſo, daß er von ihr nicht geſehen werden konnte.
Und ſie kam. Er erfannte ihre ſchlanke Geſtalt, ihren leichten, ſchwebenden Gang ſchon aus der Ferne, und dann ſah er ihr Geſicht, ihre erwartungsvollen, fragenden Mienen, ihre ſchüchternen und doch ängſtlichen Blicke, wie ſie hin und her ſchweiften— als ob ſie Jeman⸗ den ſuchten; ja, als ſie vorüber gegangen war und ſich unbeachtet glaubte, wandte ſie ſich ſogar raſch noch einmal um und warf einen flüchtigen Blick die Allee hinab.
Das alles ſah er aus ſeinem Verſteck— ſein Herz zog ſich krampfhaft zuſammen— und dann war es vorbei mit ſeiner Stärke, vorbei mit der Ausführung des ſo mühſam und quabvoll gefaßten Entſchluſſes.— Warum ſoll ich ſie nicht mehr ſehen, nicht einmal mehr grüßen? ſprach er vor ſich hin— in einer Woche reiſe ich fort, und dann iſt ja doch Alles vorbei!
Wie ſehr und wie leicht iſt auch der beſte und edelſte Menſch geneigt, ſeine Schwächen und Fehler, ſelbſt wenn
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