Teil eines Werkes 
1. Band (1863)
Entstehung
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Bedürfniſſe mehr, als die ſie zu befriedigen im Stande waren; ſie lebten alſo glücklich, denn nicht die Befriedigung aller Wünſche macht das Glück, ſondern die Fähigkeit,

nicht mehr Bedürfniſſe, nicht mehr Wünſche zu haben und

zu hegen, als wir zu befriedigen im Stande ſind Die Geburt eines Sohnes und das kräftige Gedeihen deſſelben erhöhte noch das Glück dieſes einſamen Paares. Robert wuchs zur Freude ſeiner Eltern heran und entwickelte ſich körperlich und geiſtig, alle ihre Erwartungen erfüllend. Im grünen Walde unter den Bäumen, faſt in ſteter Ge⸗ ſellſchaft ſeines Vaters, fern von den übrigen Menſchen und nur im Umgange mit ſeinen Eltern und der Natur verlebte er ſeine erſte Jugend, jene Zeit, deren Eindrücke ſich niemals aus der Seele des Menſchen verwiſchen und im ſpäteren Leben ſtets wieder ſichtbar hervortreten. Den erſten Unterricht übernahm ebenfalls ſein Vater, der Sohn lernte das Meiſte im belehrenden Geſpräche draußen im Walde. Später mußte er doch fort in die nicht entfernte Stadt, um die Schule zu beſuchen. Es war eine ſchwere Zeit für ihn, bis er ſich an dieſe engen Schranken und all den ihm ſo fremden Zwang gewöhnt hatte. Jeden Sonn⸗ abend Nachmittag wanderte er aber frohen Herzens dem väterlichen Hauſe zu, wo er, außer faſt allen Sonntagen, auch die Ferien zubrachte. Daß er auch Forſtmann wer⸗ den würde, ſtand bei Vater und Sohn als etwas Unzwei⸗ felhaftes feſt. Aber der Vater unterließ es nicht, dem