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lung befinden, ſpäter, wenn wir zum Stillſtande oder zum Rückgehen kommen, werden ſie länger, weil wir immer die in uns ſelbſt vorgehenden Veränderungen als Zeitmeſſer gebrauchen. Deßhalb erſcheint uns die Jugend in der Erinnerung ſo lang und das reifere, einförmig dahin ziehende Alter ſo kurz.
Für den Studenten bilden die Univerſitätsjahre einen ſolchen ſtets unvergeßlichen Abſchnitt, und die Zeit, wo er ihn beenden muß, iſt für ihn eines der wichtigſten Ereig⸗ niſſe. Dieſes Ereigniß ſtand dem jungen Horſt nahe bevor. Er hatte als Forſt⸗Candidat überhaupt nur ein Jahr auf der Univerſität zugebracht und konnte, nach den über die Ausbildung der ſich dem Forſtfache widmenden jungen Leute beſtehenden Vorſchriften, auch keine längere Zeit dar⸗ auf verwenden. Es lag ihm jetzt ob, ſeine Lehrjahre bei einem Oberförſter durchzumachen, und erſt nach Vollen⸗ dung dieſes mindeſtens zweijährigen Curſus konnte er das Oberförſter-Eramen beſtehen. Aber auch dann erfolgte keineswegs ſofort ſeine Anſtellung, ſondern dieſe hing le⸗ diglich von den vorhandenen Vacanzen ab, die in dem nicht großen Staate, deſſen künftiger Regent der Erbprinz war, bei der geringen Anzahl derartiger Stellen oft ſehr
lange auf ſich warten ließen.
Horſt's Vater war ebenfalls Forſtmann, hatte es jedoch nur bis zum Hegemeiſter gebracht, eine Stellung, die, zwiſchen Förſter und Oberförſter ſtehend, nur mit einem


