ich ſelbſt ernſtlich bereut habe, in einem nachtheiligen Lichte dargeſtellt, um Ihr Herz von mir abzuwenden. Aber was hat dies mit unſerm— unſerm Verhältniß zu thun— er ſprach das letzte Wort mit etwas unſicherer Stimme— Sie ſind mir viel zu werth, ſtehen mir viel zu hoch, als daß ich Sie in Gedanken auch nur in den allerentfernteſten Zuſam⸗ menhang mit dieſen durch Weingenuß erzeugten Verirrungen hätte bringen können. Aber ich ſehe ein, ich habe gefehlt, nie ſollen Sie mehr Veranlaſſung haben, mir derartige Vorwürfe zu machen— vergeben Sie mir, ſüßes Nettchen, ſeien Sie lieb, ſeien Sie gut, folgen Sie der Stimme Ihres Herzens.— Er hatte ſie bei dieſen Worten umſchlungen und drückte ſie feſt an ſich.
O, es wäre ſchrecklich, es wäre fürchterlich! hauchte ſie, indem ſie ihr Geſicht abwandte, als ob ſie ihre innere Be⸗ wegung verbergen wollte, es wäre ja ſchrecklich, wenn Sie Recht hätten!
Schrecklich, wenn ich Recht hätte? ich verſtehe Sie nicht, Nettchen.
Es iſt gut, daß Sie mich wenigſtens nicht verſtehen— und doch nahmen Sie an, mein Herz wäre die Veranlaſ⸗ ſung zu den Vorwürfen, die ich Ihnen vorhin machte— denken Sie nicht mehr daran, es war nichts als eine Laune — aber, nicht wahr, Sie glauben nicht, daß mein Herz irgend daran betheiligt geweſen iſt?


