Teil eines Werkes 
1. Band (1863)
Entstehung
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Die Miene des Prinzen verfinſterte ſich nun wirklich, er rückte ſogar den Stuhl zurück und ſtarrte ſie dann mit keineswegs freundlichen Blicken an, denn die letzte boshafte Bemerkung hatte ſeine Eitelkeit ſehr ſtark verletzt.

Leſſen's Ernennung zum ordentlichen Profeſſor iſt ge⸗ kommen, ſagte er dann in gemeſſenem Tone; Sie mögen daraus erſehen, daß ich denen, welchen ich wohl will, nütz⸗ lich ſein kann.

So, iſt ſie endlich gekommen? fragte Nettchen mit voll⸗ tommen gleichgültiger Miene; nun, es hat wenigſtens lange genug gedauert.

Ich habe die Ehre, mich zu empfehlen, gnädige Frau, ſagte der Prinz aufſtehend, indem ſich ſein Geſicht vor

Zorn röthete, ich werde Sie ferner mit meiner Gegenwart

nicht mehr beläſtigen.

Handeln Sie ganz nach Ihrem Belieben, erwiederte ſie in derſelben Weiſe, jedoch dieſes Mal nicht, ohne ihre Augen zu dem Prinzen zu erheben, ſo daß Beider Blicke ſich einen kurzen Moment begegn eten. Dieſer, welcher raſch bis an die Thür des Zimmers gegangen war, blieb, von dem Zauber dieſes Blickes gebannt, unſchlüſſig ſtehen, obgleich ſie ihre Augen längſt wieder auf ihre Arbeit ge⸗ ſenkt hatte. Der Zorn und die Empfindlichkeit, der er ſich hingegeben, fing allmählich an, abzunehmen und anderen Gefühlen Platz zu machen. Sein Blick ruhte unverwandt auf der ruhig weiter arbeitenden jungen Frau, und er