Teil eines Werkes 
1. Band (1863)
Entstehung
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nete Blume hinaus und nahm ihren alten Platz wie⸗ der ein. 5

Ah, er kommt, ſagte ſie nach einiger Zeit, indem ſie, ohne den Kopf zu bewegen, verſtohlen von der Arbeit hin⸗ unter auf die Straße blickte— natürlich kommt er— aber ich werde ihm zeigen, daß ich mir dergleichen ferner nicht mehr gefallen laſſe.

Kurze Zeit darauf trat der Prinz in das Zimmer.

Guten Morgen, Nettchen, ſagte er, indem er dicht zu ihr herantrat und ihr ſeine Hand entgegenhielt, guten Mor— gen, liebes Nettchen; immer ſo fleißig?

Wollen Sie nicht Platz nehmen, erwiederte ſie gemeſſen, ohne von ihrer Arbeit aufzuſehen.

Der Prinz holte ſich einen Stuhl und ſetzte ſich dicht neben ſie.

Rücken Sie etwas fort, ſagte ſie; es genirt mich, ich kann ſo nicht ſticken.

Was iſt Ihnen denn? Wie ſind Sie heute ſo ſonder⸗ bar? fragte er, ohne ihrer Weiſung nachzukommen, indem er ſich vielmehr bemühte, ihre Hand zu faſſen.

Laſſen Sie das, ſprach ſie in demſelben Tone, es iſt mir unangenehm, und rücken Sie endlich den zurück, oder ich bin genöthigt, aufzuſtehen.

Aber was haben Sie denn? fragte er wieder in ſicht⸗ lichem Erſtaunen; was iſt denn vorgefallti? Habe ich