und lediglich auf das nothwendige Bedürfniß beſchränkt. Es iſt zehn Uhr Morgens, aber es ſieht noch ziemlich un⸗ ordentlich in den beſchriebenen Räumen aus. Auf dem Tiſche vor dem Sopha in des Lieutenants Stube, der be⸗ reits ausgegangen iſt, ſteht noch das Kaffeegeſchirr, und mancherlei umher liegende Gegenſtände zeigen uns, daß man mit dem Aufräumen der Zimmer noch im Rück⸗ ſtande iſt.
Nettchen befindet ſich mit Margareth und dem Burſchen in der kleinen Küche, deren Thür nach dem anſtoßenden, ſehr unordentlich ausſehenden Vorrathszimmer offen ſteht; ſie hält dem Burſchen eine längere Strafpredigt über ſeine Dummheit, der Fall muß ihr jedoch ſelbſt lächerlich erſchei⸗ nen, denn ſie zwingt ſich offenbar, ernſt und böſe auszu⸗ ſehen, welches ihr aber ſo ſchlecht gelingt, daß ſie ſelbſt end⸗ lich in ein lautes Lachen ausbricht.
Komm, komm, Margareth! rief ſie dann, ihrem Ge— lächter abermals freien Lauf laſſend, gleichſam, als ob ſie ſich für das längere Zurückhalten deſſelben entſchädigen wollte, der Peter wird künftig klüger ſein, wenigſtens ſo klug, als es ihm möglich iſt; nicht wahr, Peter? fragte ſie dann und brach in ein abermaliges lautes Lachen aus, als der in aufrechter und grader Haltung vor ihr ſtehende Burſche ſein ſtets bereites„zu befehlen“ erwiederte.
Räume auf, räume auf, Margareth! rief ſie, als ſie mit dieſer ſich in dem Wohnzimmer befand; es iſt ſchon


