ſich endlich an den Schreibtiſch, wo er, ſich öfter wieder durch Nachdenken unterbrechend, ſchrieb. Als er fertig war, überlas er das Geſchriebene nochmals— es war ein Be⸗ richt an den Fürſten, worin er um ſeine Rückberufung bat—, dann zerriß er das Papier wieder, indem er in neuer Aufregung aufſtand.— Nein, es geht nicht, ſagte er, es geht nicht, der Fürſt würde nur heftig und zornig werden und meinen Wunſch doch nicht erfüllen— auch bin ich ja hier jetzt nöthiger als bisher.
Da der Prinz ſich in beſtimmter Weiſe dahin ausge⸗ ſprochen hatte, ungeachtet des Widerſpruchs ſeines Men⸗ tors einen Beſuch bei der Frau Steinberg machen zu wol⸗ len, wir alſo mit ihm zuſammentreffen werden, weil wir die Abſicht haben, ſelbſt ungeſehen uns dorthin zu begeben, ſo eilen wir ihm voraus, um zu erforſchen, wie die junge Frau ſich eingerichtet hat.
Ihre Wohnung iſt nicht ſehr geräumig; ſie beſteht aus vier Zimmern und einer ſehr kleinen Küche. Eines dieſer Zimmer iſt dasjenige des Lieutenants und zugleich das ge⸗ meinſchaftliche Wohnzimmer, eines gehört ausſchließlich der Frau, eines iſt das Schlafzimmer, und in dem letzten endlich ſtehen mehrere Schränke und dergleichen ſo wie das Bett der alten Margareth, welche mit dem Paare gezogen iſt und nebſt dem Burſchen des Lieutenants die Bedienung repräſentirt. Auch die Einrichtung iſt möglichſt einfach. Die Möbel ſind von Nußbaumholz, durchaus nicht koſtbar


