Teil eines Werkes 
1. Band (1863)
Entstehung
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Verbotes, Herrn Lieutenant Steinberg ferner zu beſuchen, bemerkte der Geheimerath; wollen Sie dieſelben nicht wiſſen?

Ich dachte, Sie hätten Sie mir geſagt.

Nicht ganz.

Nun, ich bin begierig.

Der Lieutenant Steinberg iſt ſeit vier Monaten ver— heirathet, begann der Geheimerath, indem er ſeinen Blick von dem Prinzen abwandte, ſeine Frau, iſt jung und hübſch und beſitzt, wovon ich mich ſelbſt überzeugt habe, einen nicht unbedeutenden Hang zur Coquetterie, allerdings in der beſſeren Bedeutung des Wortes. Schon unſere Theil— nahme an der Hochzeit hat zu vielfachem Gerede Veran⸗ laſſung gegeben, und wie immer fehlte es nicht an Stim— men, die darin Nachtheiliges für den Ruf der jungen Frau entdeckten. Seitdem ſind Sie faſt ein täglicher Beſucher in dem Hauſe des Lieutenants und zeichnen die junge Frau überall, wo Sie am dritten Orte mit ihr zuſammenkom⸗ men, in auffallender Weiſe aus. Ihr Mann ſcheint dies kaum zu bemerken, oder er gehört zu den niedrigen Natu⸗ ren, die ſich dadurch geehrt fühlen. Wenn Sie daher wirk⸗ lich einige Zuneigung für die junge Frau empfinden, eine Zuneigung, welche doch nur auf Achtung gegen ſie beruhen kann, ſo werden Sie ſelbſt eingeſtehen müſſen, daß es ihres Rufes wegen nöthig iſt, Ihre Beſuche zu beſchränken, über⸗ haupt Ihr Benehmen zu ändern. Die Menſchen urtheilen