Teil eines Werkes 
1. Band (1863)
Entstehung
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Aeußerung ſo Erſchreckliches? Glauben Sie etwa, daß bei der Jugend die täglich empfangenen Eindrücke ſpurlos vor⸗ übergehen? Können Sie annehmen, daß ich in meinem Vater, den ich ſonſt hoch verehre, etwa einen Tugendſpiegel habe erkennen können? Das iſt aber auch ganz und gar Nebenſache. Mein Vater iſt ein kräftiger, ſtarker Geiſt, der die Zügel der Regierung mit ſicherer Hand führt und ſich nicht um die Vorurtheile und das Geſchrei der unver⸗ ſtändigen, ſchwatzenden Menge kümmert. Das genügt vollſtändig. Er weiß, was er will, und wird ſeinem Willen Achtung verſchaffen, deßhalb ſchätze und verehre ich ihn. Daß er ſeine Paſſionen hat, wie jeder andere Menſch, geht Niemanden etwas an, Niemand hat ein Recht, ſich darum zu kümmern. Wozu wäre er Fürſt, wenn er ſich darin beſchränken laſſen ſollte?

Laſſen wir das, ſagte der Geheimerath, dem die Wen⸗ dung, welche das Geſpräch genommen hatte, im höchſten Grade peinlich zu werden anfing; wenn Sie Sich für be⸗ rufen halten, in dieſer Weiſe über Ihren Fürſten und Vater zu urtheilen, ſo mögen Sie dies bei Sich ſelbſt verant⸗ worten; Sie werden aber wenigſtens zugeben müſſen, daß es für mich, den Unterthan, im höchſten Grade unpaſſend ſein würde, das Geſpräch weiter fortzuſetzen.

Sie mögen Recht haben, ſagte der Prinz aufſtehend, ſo laſſen wir es alſo— ich will gehen.

Sie fragten mich aber vorher nach den Gründen meines