Teil eines Werkes 
1. Band (1863)
Entstehung
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erkennen. Dies ſollten Sie in der jetzigen Zeit, wo die

falſchen Lehren von der Beſchränkung der fürſtlichen Ge⸗

walt und der Betheiligung des Volkes an der Regierung

immer mehr Boden gewinnen, ſchon der Klugheit wegen thun, und Ihre Fehler und Schwächen, denen ja alle Men⸗ ſchen unterworfen ſind, wenigſtens verbergen, und nicht offen und faſt abſichtlich zur Schau tragen.

Ah— wir ſind ja hier im Auslande, lachte der Prinz, was kümmert mich das Volk hier! und übrigens, fuhr er ſpöttiſch und den Geheimenrath feſt anſehend fort, übrigens könnten Sie dieſe Strafpredigt mit demſelben Rechte, wie mir, auch meinem Vater, Ihrem Fürſten und Herrn, halten — ſie würde eben ſo paſſend wie unpaſſend ſein.

Der Geheimerath war bei dieſer, jeder kindlichen Rück⸗ ſicht Hohn ſprechenden Antwort des Prinzen leichenblaß geworden, und es dauerte eine Zeit lang, ehe er eine Er⸗ wiederung zu finden vermochte.

Ich ſehe, ſagte er dann, Sie haben bereits einen wei⸗ 5 teren Weg auf der abſchüſſigen Bahn des Verderbens zu⸗ rückgelegt, als ich geglaubt habe, denn was Sie Sich ſo eben zu äußern unterſtanden, überſchreitet weit die Gränzen des bloßen Leichtſinnes.

Unterſtanden? fuhr der Prinz auf; wahrlich, Sie füh⸗ ren eine eigenthümliche Sprache, Herr Geheimerrath! Doch, ſetzte er dann mit ſeinem gewohnten, halb ſpöttiſchen, halb 5 nichtsſagenden Lächeln hinzu, was war denn an meiner