Teil eines Werkes 
1. Band (1863)
Entstehung
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mag wollen oder nicht. Ich werde auch mit der Marga⸗ reth ſprechen, ſie ſoll den erſten Angriff machen; ſie habe gehört, der Erbprinz habe ſich bei dir zur Hochzeit einge⸗ laden— er iſt dann ſchon vorbereitet, wenn du kommſt. Ich werde ganz aus dem Spiele bleiben und thun, als ob mir die Sache völlig gleichgültig, ſogar unangenehm wäre, dann wird er am erſten darauf eingehen; ſobald er aber glaubt, ich legte einen Werth darauf, hat er mehr Beden⸗ ken; denn er ſagt immer, ich ſei eitel, was doch durchaus nicht wahr iſt.

Nun, darüber wollen wir jetzt nicht reden, erwiederte der Lieutenant, dem es vor Allem darum zu thun war, ſei⸗ nen Zweck zu erreichen. Wir haben aber keine Zeit zu verlieren; ſprich ſogleich mit der Margareth, denn dein Vater muß noch Vormittag mit mir ſeine Viſite bei dem Prinzen machen.

Warte hier, rief das junge Mänchen, indem ſie auf⸗ geregt aufſprang. Ich komme bald wieder, die Margareth ſoll ſogleich zum Vater hinaufgehen, und dann folgſt du.

Ehe wir in unſerer Erzählung fortfahren, ſind wir genöthigt, den Leſer mit Nettchen's Familien-Verhältniſſen etwas genauer bekannt zu machen. Ihr Vater, der alte Soldau, war bereits ſeit ſiebenzehn Jahren Witwer. Er galt allgemein für einen reichen Mann, lebte aber ſehr zurück⸗ gezogen und einfach. Das beſcheidene Haus, worin er wohnte, lag am äußerſten Ende der Stadt und war um⸗