Teil eines Werkes 
1. Band (1863)
Entstehung
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dung zu einer Hochzeit von dem Vater der Braut ausgehen müſſe, und ſie— er nannte ſich immer mit— daher das Weitere erwarten würden. Natürlich bemerkte ich nun, dein Vater würde ſich heute die Ehre geben, die Einladung perſönlich zu wiederholen.

Ach, das wird ſehr ſchwierig ſein! bemerkte Nettchen mit einem hörbaren Seufzer. Du kennſt ja den Vater; ihm iſt das alles überhaupt ſchon viel zu viel; er will eine ſtille, beſcheidene Hochzeit, wie er ſich ausdrückt, und nun ſoll er ſelbſt hingehen und einen Erbprinzen, einen wirk⸗ lichen Erbprinzen, dazu einladen— das wird er nie und nimmer thun!

Cs muß aber doch geſchehen, ſagte der Lieutenant eifrig; ich wäre ja vollſtändig blamirt, wenn es nicht ge⸗ ſchähe, nicht nur vor dem Erbprinzen, ſondern auch vor meinen Cameraden, die zugegen waren.

Ja, du wäreſt vollſtändig blamirt, wiederholte ſie nachdenkend, und ich würde unglücklich ſein, wenn er nun doch nicht kommen ſollte.— Nein, wir müſſen Alles auf⸗ bieten, um den Vater zu beſtimmen. Du mußt ihm ſagen, der Erbprinz habe ſich ſelber eingeladen und der Geheime⸗ rath dir dann vertraulich bemerkt, daß es nun die Etiquette erfordere, daß der Vater ihm erſt einen Beſuch mache und die Einladung wiederhole. Ja, ja, ſo wollen wir es machen! So wird es gehen! rief ſie freudig in die Hände ſchlagend; es bleibt ihm ja dann am Ende nichts übrig, er