Teil eines Werkes 
1. Band (1863)
Entstehung
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an, den Erbprinzen, der die Leutſeligkeit ſelbſt war, ganz wie zu uns gehörend zu betrachten. Das Geſpräch kam auf unſere Hochzeit; man rühmte dich als das ſchönſte Mädchen der Stadt, was du auch biſt, Nettchen, und der Erbprinz bat um die Erlaubniß, unſerer Trauung in der Kirche beiwohnen zu dürfen.

Der Erbprinz! rief das junge Mädchen, der Erbprinz will unſerer Trauung beiwohnen?— Ach, das wird herr⸗ lich ſein,— wenn du mir nur echte Spitzen an das Braut⸗ kleid hätteſt ſetzen laſſen! Natürlich haſt du eingewilligt, Emil; ſo etwas darf man ja auch wohl gar nicht ab⸗ ſchlagen?

Nein, das darf man nicht, fuhr er mit einem leichten Schatten in ſeinen Mienen fort; ich ſagte daher, daß es

für uns eine große Ehre ſein würde, und in der Aufregung des Augenblicks— wir waren ſehr heiter geworden, Nett⸗ chen— lud ich den Erbprinzen auch zur Hochzeit ſelbſt ein.

Zur Hochzeit? fragte das junge Mädchen mit ſtrah⸗ lendem Blicke, und er hat es angenommen, er wird kommen?

Das iſt es eben, worüber ich mit dir reden will, fuhr der Lieutenant etwas verlegen fort; der Prinz ſchien ſogleich gern bereit, dieſe ihm willkommene Einladung anzuneh⸗ men, aber nun nahm ſein Begleiter, der Geheimerath von Stuhm, das Wort und bemerkte, daß ſie ſich durch dieſe Ehre zwar ſehr geſchmeichelt fühlten, daß aber die Einla⸗