willſt du einem kindiſchen Mädchen derartige Wirthshaus⸗ Geſchichten erzählen? Sprechen wir von etwas Anderem.
Das Geſicht des Lieutenants hatte ſich bei dieſen mit verächtlichem Tone geſprochenen Worten ſichtlich verfinſtert; er ſchien zu überlegen, was er weiter beginnen ſolle. Bald klärten ſich ſeine Züge jedoch wieder auf; lächelnd ergriff er ihre noch immer widerſtrebende Hand und ſagte mit freund⸗ licher Miene: Nun, ſei nicht mehr böſe, Mädchen, vergib mir den unüberlegten Ausdruck— du weißt ja, es war nicht ſo gemeint, und dann mußt du auch zugeſtehen— daß du mich immer mitten in meiner Erzählung unter⸗ brachſt, ſetzte er hinzu, als ſie ihn ernſt und figg anſah. Darf ich nun fortfahren?
Der Erbprinz iſt alſo ein hübſcher junger Mann? fragte ſie mit einer lächelnden Miene.
Ja, man kann ihn immerhin ſo nennen— doch willſt du nun weiter hören, ſonſt bin ich genöthigt, direct mit deinem Vater zu reden und deine Vermittlung ganz auf— zugeben.
Mit meinem Vater? fragte ſie ſichtlich e geſpannt— nun, ſo etzähle; ich werde hören und dich nicht mehr un⸗ terbrechen.
Der Erbprinz und ſein Begleiter oder Mentor„was er ſein mag, ſetzten ſich an unſeren Tiſch. Wir konnten eine Einladung, mit ihnen Champagner zu trinken, nicht ablehnen, wurden ſehr heiter und vergnügt und fingen bald


