Teil eines Werkes 
1. Band (1863)
Entstehung
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Halſe befeſtigt und ſich mit einer muthwilligen Verbeugung der vorher verriegelten Thür zuwendet.

So, ſagte ſie dann, indem ſie das Zimmer ordnete, ſo, nun können Sie erſcheinen, Herr Bräutigam, es wird hoffentlich heute nichts mehr an meinem Anzuge aus⸗ zuſetzen ſein.

Nettchen hatte ſich in ihrer Vorausſetzung nicht geirrt. Nach kurzer Zeit klopfte es an die Thür, und auf ihr leicht geſprochenes„Herein“ trat der Lieutenant Steinberg in das Zimmer.

Guten Morgen, Kind, ſagte er, indem er raſch auf ſie zutrat, den Arm um ihre ſchlanke Taille legte und ſie an ſich drückte; guten Morgen, liebes Nettchen, du ſiehſt heute allerliebſt aus, wie eine eben aufblühende Roſe.

So? erwiederte ſie, ſich ſeinem Arme entwindend, und fir und fertig angezogen— der Herr Bräutigam haben hoffentlich nichts auszuſetzen?

Wer fönnte an dir etwas auszuſetzen haben, und vol⸗ lends ich, dein Bräutigam, am Tage vor der Hochzeit!

* dann wünſchte ich, daß alle künftigen Tage die⸗ ſem Tage vor der Hochzeit ähnlich wären.

Sollte es dir wirklich mit einem ſo grauſamen Wunſche Ernſt ſein? fragte er lächelnd und ſie wieder unſchlingend — doch zuerſt gib mir einen Kuß und dann widerrufe, was du geſagt haſt.

Ich widerrufe nichts, entgegnete ſie, ſeinen Kuß vn