duldend als erwiedernd— aber du 6 ja auch in vollen Staat geſetzt? Geſchieht das alled mir zu Ehren? Wirſt du künftig immer ſo Morgens bei mir eintreten?
Muthwilliger Schelm, ſagte er, ſie zu ſich auf das Sopha ziehend, komm', ich erzähle dir, weßhalb du mich heute ſo ſiehſt, es hat damit eine eigene Bewandtniß; ich denke mir, du wirſt dich darüber freuen und mir die etwai— gen Bedenken deines Vaters beſeitigen helfen.
Eigene Bewandtniß— Bedenken meines Vaters?
Was könnte das ſein, fragte ſi ie geſpannt, bezieht es ſich auf unſere Hochzeit?
Allerdings bezieht es ſich darauf— doch höre. Wir waren geſtern Abend, wie gewöhnlich, im„Römiſchen
Käiſer
Dieſer Gewohnheit wirſt du aber künftig entſagen, Emil, nicht wahr? unterbrach ſie.
Natürlich, natürlich, aber unterbrich mich nicht. Alſo, wir waren im„Römiſchen Kaiſer“ zu einem frugalen Abendeſſen zuſammen und machten dort die Bekanntſchaft zweier Herren, eines jungen, ſehr liebenswürdigen, und eines älteren— ebenfalls ſehr liebenswürdigen.
Welch ein Ueberfluß von Liebenswürdigkeit! ſchaltete ſie ſpöttiſch lächelnd ein.
Es war auch wirklich ein Ueberfluß von Liebenswür— digkeit, denn der junge Mann ſeellte ſich uns als der Erb—


