anhören und mir Vorwürfe machen laſſen, als ob ich das größte Verbrechen begangen hätte? Mein Gott, wer konnte denken, daß er dieſe unſchuldige Geſchichte ſo ernſt⸗ haft nehmen würde! Nein, ich mag nicht! ſetzte ſie ent⸗ ſchloſſen hinzu— ich habe die Sache ſatt und will mich nicht länger ſo behandeln laſſen.
Bedenke, mein Kind, was daraus folgen kann— und dann, warum willſt du dem armen Jungen nicht dieſe—
Wenn er ſich todtſchießen will, ſo kann ich ihn nicht daran hindern, unterbrach Nettchen die Alte mit Heftigkeit — übrigens ſind das auch nichts als alberne Drohungen!
Aber es iſt ja ſo wenig, was er verlangt— was ſchadet es dir denn? So viel kannſt du doch auch wohl ſu ihn übrig haben.
Ich habe nichts mehr für ihn übrig, er iſt mir nn — er iſt ein Narr, weiter nichts. WMein Kind, er iſt verliebt. Alle Verliebten ſind Narrens Zieh' dich jetzt an, ich werde ihm ſagen: viel⸗ enn es möglich wäre.— Laß mich nur machenß eeilig fort, als Nettchen ſprechen wollte, du ſou nicht ge unden ſein, nur vielleicht, ganz unbeſtimmt, ganz ohne dich zu binden. 2 6
Ohne eine weitere Antwort abz zuwarten, verließ di Alte ſchnellen Schrittes das Zimmer und ließ das junge Mädchen wieder allein, das eine Zeit lang ſchweigend und nachdenkend ſtehen blieb. Wie Wolkenſchatten und Streif⸗


