ſo wäre der Lieutenant Steinberg ſchwerlich mein Bräu⸗ tigam.
Wie kannſt du nur ſo etwas glauben, Nettchen? du biſt das ſchönſte Mädchen in der ganzen Stadt, und wenn du auch blutarm wäreſt, es würde dir an vorneh⸗ men Freiern gewiß nicht fehlen.
Sage Liebhaber, Courmacher, dann ſprichſt du die Wahrheit— aber Freier, du lieber Gott— man kennt das ja!
So darf eine Braut am Tage vor ihrer Hochzeit nicht reden, mein Kind; nein, nein, das darf ſie nicht, und es iſt unrecht von dir, daß du es thuſt. Der Lieutenant iſt ſo verliebt in dich, wie ein Mann es nur ſein kann; er trägt dich auf den Händen, und du wirſt eine glückliche und vornehme Frau werden.
Ja, wenigſtens werde ich eine Frau werden, und das
iſt jedenfalls viel werth, denn das Leben hier im Hauſe fing an, ſehr langweilig zu werden, ſetzte ſie mit einem Seufzer hinzu
Verſteht ſich, verſteht ſich, ein Mädchen muß hei⸗ rathen, dann kommen erſt die guten Tage. Eine ſchöne, junge Frau, wie du ſein wirſt, kann ganz anders auftre⸗ ten, als ein junges Mädchen; kann ſich des Lebens freuen
und daſſelbe genießen, und wenn der Mann etwas eifer⸗
ſüchtig wird, ſo iſt das um ſo beſſer.
Du gibſt mir ſchöne Lehren, Margareth, erwie⸗


