Teil eines Werkes 
1. Band (1863)
Entstehung
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nand neulich auszudrücken beliebte, oder wie die liebens⸗ würdigen Bemerkungen weiter heißen, worin ſich ihre ver⸗ letzte Eitelkeit ergeht. Ach ja, ſetzte ſie mit einem Seufzer hinzu, indem ſie das Kleid wieder über die Lehne eines Stuhles hing, es iſt recht hübſch; aber wenn ich es ſelbſt hätte auswählen dürfen, wäre es viel hübſcher geweſen, jedenfalls hätte es echte Spitzen bekommen, wenn auch viel⸗ leicht weniger. Das Einfache iſt ohnedies immer ſchöner, aber 6 muß nur gediegen ſein.

Es iſt eigentlich eine recht dumme Mode, daß der Bräutigam das Brautkleid beſorgt; mit dem Papa hätte ich ganz anders reden können, er bekümmert ſich ja auch nicht um ſolche Dinge aber Steinberg iſt in dieſem Punkte die Empfindlichkeit ſelbſt. Ich werde natürlich über das Kleid entzückt ſein müſſen im Ganzen iſt es auch ſo übel nicht, ſetzte ſie mit einem abermaligen langen,

prüfenden Blicke auf den Gegenſtand ihrer Betrachtung hinzu mag es nun ſein, wie es will, es muß unüber⸗ trefflich ſein, ſonſt gibt es wieder eine Scene, und dazu iſt es jetzt nicht an der Zeit.

Nun, wie gefallen dir die ſchönen Sachen, mein Kind? fragte die eintretende Dienerin, eine ſchon alternde Frau, welche die Stelle einer Haushälterin einnahm, da der Vater des jungen Mädchens ſchon lange Jahre Wit⸗ wer war.*