286
magiſchen Schein in das Zimmer, wo die Glücklichen weilten.—
Die Abreiſe des Grafen verzögerte ſich noch um mehre Tage; er ſelbſt hatte den Wünſchen Ravul's und ſeiner Tochter keinen Widerſpruch entgegen zu ſetzen. Ge⸗ meinſchaftlich verlebten ſie noch eine kurze Zeit ruhigeren und bewußteren Glückes, als es in der Aufregung des Feſtes möglich geweſen war.
Dann ſchieden ſie, Jeder mit der Ueberzeugung, die⸗ jenigen, welche ihm lieb und theuer waren, glücklich zu wiſſen, ſo glücklich, wie es ſterblichen Menſchen überhaupt zu werden vergönnt iſt. Die Stunde der Trennung wurde verſchönt durch dieſes Bewußtſein und durch die Hoffnung und das Verſprechen baldigen Wiederſehens.
Das neue Haus wurde im künftigen Sommer fertig, während die Firma Wehring u. Ryhneck ihr Geſchäft um das Doppelte erweitert hatte. Einige Wochen, nachdem das neue Haus bezogen war, feierte man die Taufe des kleinen Rohneck, zu welchem Feſte Raoul und Hedwig ge⸗ wiß herüber gekommen wären, wenn der Zufall es nicht gerade ſo gefügt hätte, daß ſie kurz vorher ein ähnliches glückliches Ereigniß hätten begehen müſſen.
In Wallfort aber war mit den neuen Bewohnern 3
ein ganz anderes Leben eingekehrt. Der Graf hatte ſich von den Geſchäften zuruͤckgezogen und dieſe ſeinem Schwie⸗


