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langen ſo eben ihr Brautkleid anpaßte, welches man von
Paris mitgebracht hatte, an welchem jetzt durchaus noch Dies und Jenes geändert werden mußte. Sie ſollte auch den Kranz aufſetzen, als ſie erröthend vor dem Spiegel ſtund— aber ſie weigerte ſich— ſie hielt es für eine Ent⸗ weihung; vielleicht wollte ſie auch die Zeit i um ihn nicht warten zu laſſen⸗
Seine Bitten, ihn Margot ſo ſehen zu fuſſen, wurden
verweigert und er mußte ſich gedulden.
Morgen, morgen, rief Hedwig durch die verſchloſſene Thür ihm zu— morgen hat unſere Herrſchaft ein Ende, heute aber gehört ſie noch uns!—
Die Sonne dieſes Morgens ſtieg hell und klar über die Berge empor, und ihre warmen Strahlen ließen die leichten und durchſichtigen Nebel verſchwinden, welche noch über den Wieſen in den Thälern ſchwebten. Mar⸗ got hatte nur eine kurze Zeit unruhig geſchlummert und ſtand jetzt abermals da im Schmucke des Brautkleides, während Hedwig den Myrthenkranz in ihren dunkeln Locken befeſtigte.
Wie ſchön, wie lieblich du ausſiehſt, meine geliebte Schweſter, ſagte ſie dann mit bewegter Stimme, ich würde dich umarmen und an mein Herz drücken, wenn ich nicht befürchtete, deinen Anzug zu verderben.


