Teil eines Werkes 
2. Abtheilung, Ost und West : 4. Theil (1865)
Entstehung
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got, deine liebe Margot, unſere liebe Margot wieder⸗ zuſehen, mit der Gewißheit, ſie immer bei uns zu be⸗ halten.

Der liebe Gott gewährt mir eine große Gnade, er⸗ wiederte ſie bewegt, mehr, weit mehr, als ich von ihm zu bitten gewagt habe.

Ja, es wird ein wunderbar ſchönes Leben werden, wenn wir hier zuſammen wohnen und gemeinſchaftlich unſere Geſchäfte betreiben; ich habe mir den Abend un⸗ ſeres Lebens auch nicht ſo heiter gedacht— und du haſt Recht, ſetzte er mit einem innigen Blicke auf ſeine Frau hinzu, der liebe Gott iſt gnädiger gegen uns, als wir es verdienen.

Wenn Sie beide ſo reden, ſagte Walther im Gefühle und im Bewußtſein ſeines der Erfüllung ſo nahen Glückes, wie ſoll ich meinen Dank und mein Empfinden ausdrücken?

Das muß ich Ihnen ſelbſt überlaſſen, erwiederte Wehring mit dem Beſtreben, eine weniger bewegte Stim⸗ mung hervorzurufen; Sie müſſen ſelbſt ſehen, wie Sie mit Ihrem Glücke fertig werden, wir können Sie dabei nicht unterſtützen, weil wir mit uns ſelbſt vollauf zu thun haben— aber nun wollen wir noch einmal kurz Alles überlegen, ob nichts fehlt, alle nöthigen Anordnungen ge⸗ troffen ſind.