Teil eines Werkes 
2. Abtheilung, Ost und West : 4. Theil (1865)
Entstehung
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Es wäre doch vielleicht beſſer, wenn Margot gleich hieher käme, bemerkte die Frau Wehring zögernd.

Wie ungenügſam du biſt, erwiederte er lächelnd; du vergißt wieder, daß ſich das jetzt nicht paßt. Braut und Bräutigam können nicht zuſammen wohnen, und das Feſt wird auch viel ſchöner ſein, wenn ſie erſt als Frau Rohneck hier einzieht. Alſo es bleibt, wie es verabredet iſt. Alles wohnt drüben in der Apotheke und im Wirths⸗ hauſe, der Graf in dem letzteren, der alte und der junge Marquis mit den beiden Marquiſen bei unſerem Freunde, dem Apotheker. Was das für eine vornehme Geſellſchaft iſt, fuhr er lächelnd fort: ein Graf, zwei Marquis und zwei Marquiſen— es iſt unglaublich, und ſie Alle kom⸗ men hieher, um dieſes Mannes Hochzeit zu feiern!

Sie werden Manches entbehren müſſen, bemerkte die Frau; namentlich iſt die Wohnung klein, nur vier Stu⸗ ben, und das neue Haus wird vor dem künftigen Som⸗ mer nicht zu beziehen ſein.

Ja, ſie werden recht viel entbehren müſſen und ſind wirklich ſehr zu beklagen, ſcherzte Wehring; eine ſo kleine Wohnung— es verdient der Ueberlegung— man könnte die Hochzeit vielleicht verſchieben?

O, nicht doch, nicht doch! Sie werden ſich ein wenig behelfen müſſen, aber...