Teil eines Werkes 
2. Abtheilung, Ost und West : 4. Theil (1865)
Entstehung
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eine leichte Röthe über ſein Geſicht flog, denn— ich weiß jetzt, daß ich ſie dort nicht mehr zu ſuchen habe.

Glaubſt du, daß du ſie jemals wiederſehen wirſt?

Weßhalb ſtellſt du dieſe Frage an mich, Mutter, und gekude jetzt, wo andere Dinge meine Gedanken in An⸗ ſpruch nehmen müſſen— weßhalb? Warum jene Er⸗ innerungen aufwecken, die ich ſo mühſam in den Schlum⸗ mer gewiegt habe, nicht damit ſie fortſchlafen und nie mehr erſtehen ſollen, fuhr er leidenſchaftlicher fort, nein, ietzt nur, jetzt, wo ein Jeder ſeine eigenen Angelegenheiten in denen des Vaterlands aufgehen laſſen muß— nur ſo lange— ach, es iſt wieder ein abermaliges Zögern, ein neues Aufſchieben— aber auch dieſe Zeit wird kommen, ſie muß kommen, und dann will ich mich ſelbſt überzeu⸗ gen— ſie noch einmal ſehen, noch einmal ſprechen, da⸗ mit— doch laſſen wir das, es iſt eine Thorheit, jetzt davon zu reden.

So habe ich dennoch Recht, ſagte ſie, ihn traurig an⸗ blickend, und mich nicht getäuſcht.

Worin hätteſt du Recht? 3

Darin, daß du ſie immer noch liebſt ſie immer noch nicht vergeſſen kannſt.

Ich werde ſie niemals vergeſſen, niemals! Mag es nichts geweſen ſein, als ein ſchöner, wunderbar ſchöner Traum— die Erinnerung an dieſen Traum wird mich