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deiner Liebe bedürftig bin, daß du ſie mir niemals ent⸗ ziehen darſſt!
Sie ſchloß ihn bei dieſen Worten leidenſchaftlich in ihre Arme, und er ſah eine Thräne in ihren Augen, als ſie ihren Kopf wieder emporhob.
Ich verſtehe deine Stimmung, mein gutes Kind, ſagte er jetzt ebenfalls bewegt, ſie iſt natürlich und macht deinem Herzen Ehre— aber du darfſt dich derſelben nicht hingeben. Was Du vorhaſt, geſchieht mit dem Willen deines Vaters, der deinen Bund ſegnet. Sei daher fröh⸗ lich und guter Dinge, verſcheuche dieſe überflüſſigen An⸗ klänge von Traurigkeit. Du bleibſt immer mein liebes, gutes Kind, immer— darauf kannſt du dich feſt ver⸗ laſſen!
Es drängte ſie, ihm Alles zu ſagen. Das Wort ſchwebte auf ihren Lippen, das erſte Wort, dem die an⸗ deren hätten folgen müſſen— da ſah ſie ihn an, und ſeine jetzt wieder lächelnde, halb ſpöttiſche und zugleich abgeſpannte Miene drängte es zurück. Sie erſchrak bei dem Gedanken der Ausführung eines ſolchen Vorſatzes.
Morgen, wenn die Gläſer klingen, wird es anders ſein, ſprach er in wieder heiterem Tone weiter. Der Fürſt kann die Zeit gar nicht erwarten, er geberdet ſich wie ein junger Springinsfeld— ich kann es ihm eigent⸗ lich nicht verdenken— und du hätteſt heute immer mit


