Teil eines Werkes 
2. Abtheilung, Ost und West : 3. Theil (1865)
Entstehung
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auf dieſen Einen Gegenſtand ſo lange zu feſſeln ver⸗ mocht hatte, und wie feurige Roſſe ſprangen ſie auf und davon, fort in das freie, wundervolle Reich der Phantaſie!

Laſſen wir ſie ſchweifen! Es ſind nur wenigen Auserwählten ſolche Stunden beſchieden, wo das ganze künftige Lebensglück ſich in eine einzige Hoffnung zuſam⸗ mendrängt, und auch bei dieſen iſt eine Wiederholung unmöglich.

Lucie kam früh, wie es ihr geheißen. Sie zündete die Lichter an, denn es war noch dunkel; Hedwig ſtand eilig auf und kleidete ſich eben ſo eilig an, als ob Gefahr im Verzuge geweſen ſei. Sie glaubte noch ſo Vieles be⸗ ſorgen zu müſſen, und doch fand ſie, als ſie beginnen wollte, daß ſich dies auf unbedeutende Kleinigkeiten, auf das Packen des kleinen Koffers beſchränke, welches man nothwendig und beſſer bis zum Abende verſchieben müſſe. Der trübe Tag begann zu dämmern, die Lichter wur⸗ den wieder ausgelöſcht, und die Stunden verrannen, eine nach der anderen, und eine immer langſamer wie die andere.

Hedwig hatte ſich vorgenommen, heute bald zu ihrem Vater hinüber zu gehen, ſelbſt die Geſellſchaft des Für⸗ ſten nicht zu vermeiden und ſo unbefangen und heiter als möglich zu erſcheinen, um jeden Verdacht zu entfernen⸗

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