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Sinnend und träumeriſch ſaß ſie da, die Feder in der Hand und das noch immer unbeſchriebene Papier vor ſich; aber ihre Miene zeigte keine Unſchlüſſigkeit, um ihren Mund lag daſſelbe beſeligende Lächeln, und nur, wenn ſie an ihren Vater dachte, verſchwand es auf eine kurze Zeit, um einem Zuge von Wehmuth und ſelbſt von Traurigkeit Platz zu machen. Weßhalb ſoll ich ihn nicht froh und heiter wieder⸗ ſehen? ſprach ſie dann vor ſich hin; er iſt wohler denn je und wird die Rückreiſe ohne Gefahr zurücklegen. Hier in dieſem unheimlichen Schloſſe können wir ja doch nicht bleiben— ich reiſe nur früher, das iſt Alles— weil ich muß, weil es nicht anders ſein kann!
Raſch flog ihre Feder jetzt über das Papier; ſie ſchrieb ihm, daß, wenn er dieſen Brief leſe, ſie mit dem Marquis de Beaumont, den ſie hier unter den franzöſi⸗ ſchen Gefangenen kennen gelernt habe, vermählt ſei. Sie bat ihn, ihr zu vertranen, daß ſie eine ihrer würdige Wahl getroffen habe. Sie ſei mit ihm geflohen, weil es kein anderes Mittel gegeben, ihn vor Gefangenſchaft und Tod zu bewahren. Alles Nähere ſolle er erfahren, wenn
ſie ſich in Wallfort wiederſähen. Sie habe ihn nicht zu ihrem Vertrauten gemacht, um ihn nicht perſönlich in ein gefahrvolles Unternehmen zu verwickeln. Mit der feſten Ueberzeugung, daß er bei näherer Erwägung dieſen


