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Morgen, morgen, flüſterte ſie wieder tief erröthend— morgen wirſt du die Antwort auf alle dieſe Fragen erhal⸗ ten— aber jetzt— wenn du mich liebſt, ſo frage mich jetzt nichts mehr.
Morgen? Wann morgen?
Sei morgen Abend um zehn Uhr bereit, ſagte ſie, aufſtehend und ihn nach der Thür drängend— du mußt jetzt gehen, Raoul— es iſt die höchſte Zeit— jede Zö⸗ gerung könnte Gefahr bringen— für mich, fürmich! fuhr ſie eilig fort, als er immer noch ſtehen blieb.— Morgen Abend zehn Uhr fahren wir ab, wir, Petrowitſch und Lucie— ſprich mit ihm— er wird dir Alles ſagen, ſetzte ſie wieder tief erröthend hinzu, frage ihn— und nun geh'— es iſt die letzte Trennung— die letzte, hauchte ſie, ihn plötzlich leidenſchaftlich umfaſſend.— Ein langer, ſeliger Kuß verſchloß ſeine Lippen, die noch immer wieder fragen wollten— ſie drängte ihn nach der Thür.— Gute Racht, flüſterte ſie wieder.— Er zog ſie nochmals an ſein Herz— dann mußte er fort— ihre lieben Augen, die ihn ſo bittend und voll unendlichen Glückes anblickten, hielten ſeinen Mund geſchloſſen, wäh⸗ rend ſein Herz vor Entzücken zu zerſpringen drohte.
Sie war wieder allein. Aber all ihre Gedanken blieben bei ihm— ein tiefes Erröthen lag auf ihrem ſchönen, vom Glanze des Glückes übergoſſenen Geſichte,


