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Hedwig?— Aber nein, nein, es kann, es darf ja nicht ſein!
Ravul, mein innig geliebter Ravul, flüſterte ſie, an ihn geſchmiegt— zürne mir nicht, daß ich, ohne dich vor⸗ her zu fragen, bereits Alles zu unſerer Flucht vorbereitet habe, und— und denke deßhalb nicht— nicht anders von mir, ſetzte ſie, tiefer erröthend, hinzu— es war nothwendig— die ungewöhnlichen Umſtände...
Hedwig, meine über Alles geliebte Hedwig, unter⸗ brach er ſie, indem er den vergeblichen Verſuch machte, in ihre Augen zu blicken— was ſagſt du? Du wollteſt— o, nein, nein— bedenke, daß ich nur ein Menſch bin, nur ein ſchwacher Menſch, deſſen Kraft eine Gränze hat, auch mit all ſeinem Willen!
Aber unſere Liebe hat keine Gränze, ſagte ſie, zum erſten Male wieder einen kurzen Moment zu ihm auf⸗ blickend— ſterben können wir mit einander— aber uns jetzt trennen— das haſt auch du niemals für möglich gehalten!
Aber wie, wie? Du wollteſt? rief er, ſie leidenſchaft⸗ lich umfaſſend— ach, es wäre das höchſte, unnennbarſte Glück— aber es iſt ja unmöglich! Wie könnte, wie ſollte
Frage nicht mehr, ſagte ſie, ſich aus ſeinen Armen losmachend und mit einem Lächeln, welches ſcherzend ſein


