Teil eines Werkes 
2. Abtheilung, Ost und West : 3. Theil (1865)
Entstehung
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ſtatten. Weniger um ihn leichter zu täuſchen, als um ſich mit ſich ſelbſt darüber abzufinden, daß ſie einen ſo wichtigen Schritt— den wichtigſten ihres ganzen Lebens — ohne ſeinen Rath und ohne ſeine Einwilligung zu thun ſich entſchloſſen hatte.

Der Graf begab ſich zum Fürſten, der ihn voll Un⸗ geduld erwartete, und theilte ihm das Ergebniß ſeiner Unterredung mit. Indem er dies that, hielt er ſich je⸗ doch keineswegs an der ſtrengen Wahrheit, ſondern wich in ſo fern weſentlich davon ab, als er ſeine eigenen Ge⸗ danken und Schlüſßſe bereits als Thatſachen hinſtellte.

Sie müſſen ihr noch die paar Tage laſſen, ſagte er lachend, obgleich ich mit Ihnen einverſtanden bin, daß es an ſich kindiſch iſt— mir gegenüber hat ſie ja jetzt deut⸗ lich genug eingewilligt, ſo daß Sie Ihre Einrichtungen und Vorbereikungen immerhin treffen können. Ueber⸗ morgen erhalten Sie ihr Jawort und können am folgen⸗ den Tage Ihre Verlobung veröffentlichen.

Es bleibt immerhin ſonderbar, erwiederte der Fürſt, indem ſeine Augen forſchend auf dem Grafen ruhten, und es ſcheint doch faſt, als ob ihr dieſer Schritt ſehr ſchwer würde. 3

Ah, glauben Sie das nicht— mädchenhafte Ziererei, weiter nichts! Ich kenne ſie und weiß aus Erfahrung, daß man wenig bei ihr erreicht, wenn man ihr entgegen⸗