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Liebe eines Weibes geworben hatte. Margot allein war
der Gegenſtand ſeiner Zärtlichkeit geweſen und bisher ge⸗
blieben, dieſe Schweſter, die ſo lange nicht ſeine Schwe⸗ ſter geweſen und dann, als ſie es wieder wurde, im gan⸗
zen Zauber ihrer Schönheit und Lieblichkeit ihm entgegen getreten war.
Der Gedanke, auch nie noch ein anderes Weib neben ihr und anders als ſie jemals lieben zu können, war, obgleich unausgeſprochen, bei ihm gleichſam zur Gewiß⸗ heit geworden. Und nun? Nun machte er ſich faſt Vor⸗ würfe, als ob er eine Untreue begangen habe, daß Mar⸗ got's Bild ſo ganz in den Hintergrund getreten, ſo ſehr abgeblaßt ſei, wenigſtens gegen dasjenige, welches jetzt allein ſeine Seele erfüllte. Er drängte dieſe Vorſtellungen zurück, er fand ſich bald und natürlich mit ihnen ab, aber andere, weit ernſtere fingen an, eben ſo wie bei ihr, über das ſtrahlende Bild ſeines Glückes einen Schatten zu werfen— der Gedanke an die Zukunft.
Er hatte ihr Alles zu danken; nicht nur ſein Leben, das bereits werthlos für ihn geworden— ſie hatte ihm weit mehr, ihre Liebe, ſie hatte ihm ſich ſelbſt geſchenkt, das Höchſte und Werthvollſte, was es auf der Welt gab. In einem jener Augenblicke, an welche er mit dem Ent⸗ zücken der Liebe zurückdachte, hatte ſie ſogar die Aeuße⸗
rung gemacht, daß ſie ſich nie mehr trennen dürften—


