Teil eines Werkes 
2. Abtheilung, Ost und West : 3. Theil (1865)
Entstehung
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wieder zu mir— und wenn es ſein kann, ungeſehen— laſſen Si ſich acht melden. Und bringen Sie mir dann gute und erfreuliche Nachrichten, fuhr ſie fort, ihm mit einem gewinnenden Lächeln die Hand reichend— wenn wir Jemanden einmal in unſeren Schutz genommen haben — ſei es auch ein Unbekannter und Fremder, ſo gehört er von dem Augenblicke uns an und wir ſind für ſein Wohl verantwortlich— ſchon unſeres eigenen Handelns wegen.

Er küßte ſchweigend und ehrfurchtsvoll ihre Hand, wie es die Sitte erforderte, und erhob ſich.

Ich werde genau um acht Uhr wieder hier ſein, ſagte er dann, um zu berichten, wie es mit ihm ſtehe.

Der Tag verging ihr in anderer Weiſe, wie die bis⸗ herigen. Sie befand ſich in einem Schwanken, in einem Auf⸗ und Abwogen ihrer Gefühle, erzeugt durch die Theil⸗ nahme für ihren Schützling und durch das Beſtreben, dieſe Angelegenheit als eine untergeordnete und an ſich gleich⸗ gültige zu betrachten. Sie bemühte ſich jedoch vergeblich, ſich zu dieſer Anſchauung und Stimmung hinaufzu reflek⸗ tiren; denn ſie durfte ihren Gedanken nur wieder ein freies Ergehen geſtatten, ſo kehrten ſie immer ſogleich wieder zu dem Momente zurück, wo er ſie mit den matten, müden und doch ſo feſſelnden Blicken angeſchaut— und einmal