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bei dieſem Bilde angelangt, ſchweiften ſie weiter im Bunde mit dem wunderbaren Spiele der Phantaſie, ſo daß ſie zuweilen erſchreckt aus ihrem eigenen Sinnen emporfuhr und, mit beruhigter Genugthuung umherblickend, ſich ver⸗ gewiſſerte, daß ſie allein ſei und Niemand dieſe Gedanken gehört oder auch nur geahnt haben könne.
Die Ungewißheit, ob der Fürſt heute zurückkehren würde, beunruhigte ſie ebenfalls, indem ſie überlegte, ob ſie ihm in dieſem Falle ſogleich von dem Geſchehenen Wittheilung machen oder noch damit warten ſolle. Sie vermochte auch darüber zu keinem feſten Entſchluſſe zu kommen, obgleich ſie es ſich klar machte, daß jede Ver⸗ heimlichung nachtheilig ſein und Mißtrauen und Verſtim⸗ mung bei dem Fürſten hervorrufen müſſe. Je unbefange⸗ ner ſie auftrat, je weniger Bedeutung ſie dieſer Sache bei⸗ legte, um ſo eher würde der Fürſt bereit ſein, ihre Bitte zu erfüllen und dem Gefangenen ſeinen Schutz angedeihen zu laſſen. That er dies aber, woran ſie nicht zweifeln konnte, wenn ſie ihren Einfluß ernſtlich geltend machte, ſo war der Zweck erreicht, und zwar auf eine einfache und ſichere Weiſe. Dagegen ſtiegen wieder mancherlei Befürchtungen und Bedenken bei ihr auf. Es ſtand Todesſtrafe auf der Verheimlichung eines franzöſiſchen Gefangenen, und wenn ſich der Fürſt auch wahrſchein⸗ lich darüber hinwegſetzen würde in der Annahme, daß


