58
Wenn es unbemerkt geſchehen kann, werde ich ſelbſt nach ihm ſehen.
Ich danke Ihnen, Herr Petrowitſch— Sie haben mein Vertrauen nicht getäuſcht, und ich werde deſſen ſtets eingedenk bleiben. Aber wir dürfen nichts verſäumen, wir müſſen jetzt Alles aufbieten, um ihn zu retten, da— da wir uns nun einmal ſeiner angenommen haben. Sie glauben, daß ſich für jetzt nichts weiter thun ließe?
Ich wüßte nichts. Das Leben eines jeden Wenſchen ruht in der Hand des allmächtigen Gottes, er wird auch dieſes erhalten, wenn es nach ſeinem unerforſchlichen Rathſchluſſe erhalten werden ſoll, oder ihm ein Ziel ſetzen, wenn es ſo beſtimmt iſt.
Vielleicht iſt es beſtimmt, daß es erhalten werde, er⸗ wiederte ſie faſt beſchämt von dieſer gläubigen Auffaſſung — denn, ſetzte ſie leiſer hinzu, weßhalb ſollte Gott ſonſt den Entſchluß in unſere Herzen gelegt haben, ihn zu retten?—
Die nächſten Tage werden uns darüber Gewißheit bringen.
Sie ſchwieg und blickte eine Zeit lang nachdenkend zu Boden.— Der Fürſt wird heute wahrſcheinlich noch nicht zurückkehren, ſagte ſie dann; ich werde um acht Uhr Abends auf meinem Zimmer ſein— kommen Sie um dieſe Zeit


