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und Städte niedergebrannt waren, noch faſt zweihundert Meilen betrug, ſo war nach menſchlicher Vorausſicht ihr völliger Untergang eine unzweifelhafte Thatſache.
Das Wetter, welches jetzt täglich mit großem Intereſſe beobachtet wurde, war zwar wieder milder geworden, aber dunkle, tiefgehende Wolken zogen, vom Sturme gejagt, eilig am Himmel hin und warfen ein Gemiſch von Schnee und Regen herab, ſo daß die Wege immer grundloſer vurden. Man freute ſich vorläufig auch darüber, ſo wie überhaupt über Alles, was man für nachtheilig für die Franzoſen anſah. Dieſe— das war die letzte Nachricht — hatten nach großen Verluſten die alte Straße in der Gegend von Moshaisk wieder erreicht. Auf den Höhen angelangt, welche dieſe jetzt gänzlich verwüſtete und ver⸗ laſſene Stadt begränzen, bivouakirte die Armee auf den blutgedüngten Feldern von Borodino. Noch lagen dort die fünfzigtauſend Leichen unbegraben, mit ihnen die Ca⸗
daver der Pferde, zertrümmerte Wagen, demontirte Kano⸗
nen, Helme, Küraſſe und Gewehre zerſtreut umher. Die Leichen, halb in Verweſung übergegangen, halb von Raub⸗ thieren angefreſſen, gewährten einen grauenerregenden An⸗ blick. So oft man ſich einer Stelle nahte, wo der Tod ſeine reichſte Ernte gehalten hatte, ſtiegen Schwärme von Raubvögeln mit widrigem Geſchrei empor, die Luft mit ihren dunkeln Flügeln verfinſternd. W


