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Es waren trübe und traurige Betrachtungen, welche die jetzt hier wieder an dürftigen Feuern gelagerten Fran⸗ zoſen während dieſer Nacht ergriffen. Vor ſieben Wochen hatte man auf dieſen Anhöhen jene blutige, mörderiſche Schlacht geſchlagen, nachdem man vergeblich nach einem endloſen Marſche den ſtets ausweichenden Feind zu er⸗ reichen geſucht hatte— dann war man nach Moskau ge⸗ zogen, vierzigtauſend Mann an Zahl geſchwächt, um dort die Früchte dieſer namenloſen Anſtrengungen zu ernten, und hatte nichts als ein Feuermeer gefunden, nebſt der Gewißheit der Fortſetzung des Krieges bis zum Aeußer⸗ ſten. Dann kam nach einer von trügeriſchen Hoffnungen erfüllten Raſt von fünfunddreißig Tagen— der Rück⸗ zug— der Rückzug durch das unendlich weite, verödete Land, jetzt, beim Herannahen des Winters! Die aus Moskau mitgeſchleppten Lebensmittel hatte man bereits nach einem Marſche von acht Tagen, den man auf gera⸗ dem Wege ohne Schlacht in drei Tagen hätte zurücklegen können, aufgezehrt, und mit der erſten Kälte kamen zu⸗ gleich die erſten Mahnungen des Mangels und des Hun⸗ gers. Die Armee, welche jetzt wieder, mit umgekehrter Front, auf dem Schlachtfelde von Borodino lagerte, war bereits auf die Hälfte ihrer damaligen Stärke herabgeſun⸗ ken— man wußte ſchon, daß jeder Verwundete, der nicht zu folgen vermochte, zu den Todten zählte, und daß der


